Die Mediennutzung von Kindern trifft in wesentlichen Punkten auf den Ganztagsbereich der Grundschule.
Anmeldung ab Mai 2026 möglich
Die Mediennutzung von Kindern trifft in wesentlichen Punkten auf den Ganztagsbereich der Grundschule.
Kinder bringen ihre Medienerfahrungen aus der Familie, der Peergroup und der individuellen Nutzung mit in die Schule. Dort sind Medien Thema in der Kommunikation auf dem Schulhof, in den Pausen und teilweise im Unterricht. Medien sind beziehungsstiftend bzw. beziehungsverstärkend, können konstitutiv für In- und Out-Group-Prozesse sein. Insofern sind Medien wesentlich für die Gestaltung sozialer Beziehungen und selbst immer wieder Thema bei den Kindern.
Hier gilt es, als pädagogische Fachkraft eine kompetente Informationsquelle zu sein, die über grundlegendes Medienwissen und die Bedeutung von Medien für Grundschulkinder und ihre sozialen Beziehungen verfügt.
Ebenso besteht das Potenzial, Medien kreativ-gestalterisch und technisch-erklärend in die Ganztagsbetreuung zu integrieren, indem konkrete medienpraktische Module angeboten werden. Medien werden dabei als aktives Gestaltungs- und Ausdrucksmittel verstanden. Im medienpraktischen Handeln lernen die Kinder neben der konkreten Handhabung vor allem die spezifischen Wirkungsweisen der Medien und ihrer Darstellungsformate kennen. Darüber hinaus bietet die Integration von Medien in den Ganztagsbereich die Möglichkeit, Medienprojekte bzw. medienbezogene Unterrichtsvorhaben stärker zwischen Schulunterricht und Ganztagsbetreuung (z.B. Hausaufgaben, Langzeitaufgaben) zu verzahnen und so ein ganzheitliches Medienkonzept zu realisieren.
Durch die Teilnahme an dieser Fortbildung erhalten pädagogische Fachkräfte das notwendige Rüstzeug, um den digitalen Wandel in ihren Bildungseinrichtungen aktiv mitzugestalten und allen Schülerinnen und Schülern - unabhängig von Geschlecht und sozialer Herkunft - den Zugang zu medienbezogenen Kompetenzen zu ermöglichen.
Die Fortbildung wird 2026 in der Region Hannover angeboten und besteht jeweils aus einem Basismodul als Grundlage und sechs Wahlmodulen, die es den Teilnehmenden ermöglichen, ihre spezifischen Interessen und Bedürfnisse im Rahmen ihrer Institution zu vertiefen. Der erfolgreiche Abschluss des Grundlagenmoduls und mindestens eines Wahlmoduls ist Voraussetzung für den Erhalt einer Teilnahmebescheinigung. Diese Struktur gewährleistet eine umfassende Ausbildung, die sowohl grundlegende digitale Kompetenzen vermittelt als auch Raum für individuelle Schwerpunktsetzungen bietet.
Anmelden können sich pädagogische Mitarbeitende aus allen niedersächsischen Ganztagsgrundschulen. Die Wahl-Präsenzmodule finden in Hannover statt. Fahrtkosten werden nicht durch das NLQ erstattet, sondern können vom Schulbudget finanziert werden.
25. August 2026 |10.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Referent: Lennart Hesse-Sörnsen (freier Medienpädagoge, Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen e.V.)
Mit großer Selbstverständlichkeit bewegen sich Kinder heute durch mediale Lebenswelten. Digitale Inhalte prägen nicht selten einen erheblichen Teil ihres Alltags. Filme schauen auf Netflix, YouTube oder TikTok, Fotos posten im Klassenchat oder Spiele zocken - all das ist faszinierend, kann aber auch zu Problemen führen. So geraten die jungen User manchmal an ungeeignete Inhalte, tappen in Kostenfallen, sind von über digitalen Übergriffen betroffen oder stoßen auf Datenschutzprobleme und Deepfakes.
Wie aber können pädagogische Fachkräfte Kinder im Umgang mit dem Internet schützen und sinnvoll begleiten? Dieses Modul leistet einen Beitrag dazu, Fragen rund um die Medienerziehung zu erörtern, miteinander ins Gespräch zu kommen und mehr Durchblick ins digitale Dickicht zu bringen.
02. September 2026 | 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Referentin: Sabine Eder (Blickwechsel e.V.)
Medienerlebnisse sind Thema in der Schule
Methoden und Ideen um über Erlebtes mit Kindern ins Gespräch zu kommen
>Reflexionsfähigkeit der Kinder fördern
Medienerlebnisse sind fester Bestandteil des Alltags von Kindern – ob durch YouTube-Videos, Spiele, soziale Netzwerke oder Serien. Auch in Schule und Ganztag bringen Kinder ihre Erfahrungen, Fragen und Eindrücke mit. Dieser Workshop unterstützt pädagogische Mitarbeiter*innen dabei, Medienerlebnisse sensibel und professionell aufzugreifen und konstruktiv ins Gespräch zu kommen.
Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Methoden und Gesprächsanlässe, mit denen Kinder ermutigt werden, über Gesehenes, Erlebtes oder auch Belastendes zu sprechen. Gemeinsam erarbeiten wir niedrigschwellige Ideen für den pädagogischen Alltag, lernen kreative Gesprächsformen kennen und reflektieren, wie Fachkräfte eine offene, wertschätzende Haltung einnehmen können.
01. Oktober 2026 | 10.00 bis 13.00 Uhr
Referentin: Bianca Kühn (multimediamobil Mitte)
Vorstellung und Kennenlernen von einfachen Methoden und Programmen
Austausch über Einsatzmöglichkeiten
Kleine medienpraktische Impulse lassen sich unkompliziert in den Alltag im Ganztag integrieren - ohne großen Technikaufwand, aber mit viel pädagogischem Mehrwert. In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden sogenannte „Bildungssnacks“ kennen: kurze, alltagstaugliche Medienaktionen, die Kreativität, Reflexion und Medienkompetenz von Kindern fördern.
Im Mittelpunkt stehen konkrete Anleitungen zur Umsetzung kleiner medienpraktischer Aktivitäten, die flexibel in Betreuungszeiten eingebunden werden können.
im
Medienzentrum in der Region Hannover
Plathnerstraße 3A
30175 Hannover
30. Oktober 2026 | 10.00 bis 12.00 Uhr
Referent: Jens Wiemken (freie Medienpädagoge)
Die Rolle von Künstliche Intelligenz im Alltag der Grundschule verstehen und einordnen KI Anwendungen kritisch reflektieren und verantwortungsvoll bewerten KI Nutzung pädagogisch begleiten.
Künstliche Intelligenz (KI) ist auch im Lebensumfeld von Grundschulkindern gegenwärtig. Ob Sprachassistenten, Bildgeneratoren, Lern-Apps oder textbasierte KI-Anwendungen: Kinder begegnen KI oft selbstverständlich. Dieser Workshop unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, die Rolle von KI im Grundschulkontext zu verstehen, einzuordnen und professionell zu begleiten.
Im Fokus steht die Frage, wie KI-Anwendungen altersgerecht, kritisch und verantwortungsvoll thematisiert werden können. Gemeinsam setzen wir uns mit Chancen, Herausforderungen und Grenzen von KI auseinander und reflektieren, welche Kompetenzen Kinder im Umgang mit KI entwickeln sollten. Neben fachlichem Input werden konkrete Praxisideen für Unterricht und Ganztag vorgestellt, um KI nicht nur technisch, sondern auch ethisch und gesellschaftlich zu betrachten.
23. September 2025 | 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr
Referent: Guido Bauhammer (multimediamobil Nordost)
Audioaufnahmen in der Schule (Geräte, Setting etc.) technische und gestalterische Basiswissen Audioformat wie Klanggeschichten, Geräuschememory, Hörspiele
Wir widmen uns in diesem Workshop dem Hören, zuhören, mithören, weiterdenken, oder anders: „Dem Kino im Kopf“. Kinder haben eine blühende Fantasie. Wie Sie diese mit Hilfe der digitalen Audioaufnahme ergreifen und mit Musik und Geräuschen unterlegen können, das ist Inhalt dieses Workshops.
Das iPad dient hier als All-In-One-Gerät: Digitale Aufnahme, Bearbeitung mit der kostenfreien on-bord App „Garageband“ und auditive Präsentation der entstandenen Ergebnisse (Hörspiel, Podcast oder Geräuschememory).
Die Audioarbeit bietet sich zudem als Methode für unterschiedliche Niveaus an.
Für den Workshop wird die Technik gestellt. Wer möchte und kann, bringt gerne ein schulisches iPad mit.
im
Medienzentrum in der Region Hannover
Plathnerstraße 3A
30175 Hannover
17. November 2026, 10.00 bis 13.00 Uhr
Referent: Norbert Thien (multimediamobil Süd)
Ein Foto anzuschauen ist doch ganz einfach, oder? Man sieht, was man sieht! Und ein Foto zu machen, ist auch ganz einfach, oder? Man fotografiert, was man sieht! Aber ist es wirklich so? Oder macht es beim Betrachten einen Unterschied, ob das Motiv morgens, mittags oder am Abend abgelichtet wurde? Und macht es einen Unterschied, ob ich beim Fotografieren dicht vor dem Motiv stand oder in die Hocke gegangen bin?
In diesem medienpraktischen Modul mit dem Titel »Trickfotografie« nutzen wir Smartphones oder Tablets, um überraschende Bilder produzieren – ganz ohne Einsatz von Software oder KI. Diese Techniken eignen sich wunderbar, um sie direkt in Projekten mit Schüler und Schülerinnen einzusetzen und ihnen auf unterhaltsame Weise zu zeigen, wie man mit Bildern »lügen« und die Wirklichkeit verzerren kann.
im
Medienzentrum in der Region Hannover
Plathnerstraße 3A
30175 Hannover
24. November 2026, 10.00 bis 12.00 Uhr
Referentin: Christina Ter Glane (freie Medienpädagoge)
Online-Kommunikation eröffnet Kindern viele Möglichkeiten und Wege der selbstständigen Kommunikation – gleichzeitig entstehen neue Formen der Gefährdung. Beim sogenannten Cybergrooming versuchen Erwachsene gezielt, über das Internet Vertrauen zu Kindern aufzubauen, um diese zu manipulieren oder auszunutzen. Pädagogische Fachkräfte sind gefragt, Warnsignale frühzeitig zu erkennen, sensibel zu reagieren und Kinder präventiv zu stärken.
Der Workshop vermittelt Grundlagen zum Phänomen Cybergrooming, beleuchtet typische Strategien von Täter*innen und zeigt konkrete Präventions- und Interventionsmöglichkeiten für Schule und Ganztag auf. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kinder altersgerecht aufgeklärt und in ihrer Selbstschutz- und Handlungskompetenz gestärkt werden können.
Die Anmeldung erfolgt ab Mai 2026 bis 02. Juli 2026 über das Niedersächsische Lerncenter (NLC). Link folgt in Kürze.



Ansprechpartner NLM:
Katharina Grunnick
Referentin für Medienkompetenz und Bürgerrundfunk
grunnick(at)nlm.de
0511 28477-51