Alles, was im Internet steht, stimmt, oder?

Unterrichtseinheit zum Thema Recherche-Kompetenz
für die 7. und 8. Klasse der Haupt- und Realschule
Fächer: Politik, Deutsch

Viele Menschen nutzen das Internet als ein wichtiges Rechercheinstrument, da es eine Fülle von Informationen zu nahezu allen Themen bietet. Die Menge stellt aber gleichzeitig ein Problem dar: Es ist schwierig, relevante und qualitativ verlässliche Informationen zu finden. Jeder Ein­zelne kann sich an der Erstellung und Veröffentlichung von Informationen beteiligen. Es gibt keine Kontrollinstanz, die die Inhalte sorgfältig auf ihre Verlässlichkeit überprüft und entschei­det, was ins Internet gestellt werden darf und was nicht. Wer etwas im Internet veröffentlichen möchte, kann dies ungehindert tun, sofern er dabei nicht gegen irgendwelche Gesetze verstößt. Neben vielen seriösen Quellen bietet das Internet gleichzeitig ein ebenso großes Repertoire an Halbwahrheiten und Unwahrheiten.

Dieses zu erkennen ist nicht immer ganz einfach, vor allem wenn man sich neu in ein Thema einar­beitet. Aber es gibt verschiedene Kriterien, mit deren Hilfe man eine seriöse Webseite und glaubwürdige Informationen unterscheiden kann. Generell sollten zur Überprüfung die folgen­den Punkte beachtet werden:

Die Schüler/-innen lernen, dass die Informationen, die sie im Internet finden, nicht grundsätzlich als richtig und objektiv angesehen werden dürfen. In einem gemeinsamen Unterrichtsgespräch erarbeiten sie Kriterien zur Beurteilung der Qualität von Internetsites. Das erarbeitete Wissen wenden die Schüler/-innen an, indem sie in Kleingruppen verschiedene Internetsites vergleichen und mit Hilfe der erarbeiteten Kriterien beurteilen.

Ziel ist es, dass die Schüler/-innen eine kritische Einstellung gegenüber Informationen aus dem Internet entwickeln und zwischen „vertrauens-würdigen“ und weniger glaubhaften Seiten unter­scheiden können.

Autoren: Ralf Willius und Katrin Beckhuis