Persönliche Daten im Internet - so viel wie nötig, so wenig wie möglich

Eine Unterrichtseinheit zum Thema Datensicherheit im Internet
für die 7. und 8. Klasse der Haupt- und Realschule
Fächer: Politik, Deutsch

In der geplanten Doppelstunde setzen sich die Schüler/-innen mit dem Umgang mit privaten Da­ten auseinander. Es wird häufig beobachtet, dass zahlreiche Menschen, insbesondere im Inter­net, bereitwillig und unbewusst sehr persönliche Daten preisgeben. Vielen ist dabei jedoch nicht klar, dass dies eine Art Geschäftsbeziehung ist, die sie eingehen. Bei Jugendlichen findet dies in erster Linie in sozialen Netzwerken wie z .B. WhatsApp oder Facebook statt. Diese Netzwerke ermöglichen ihren Nutzern untereinander in Kontakt zu treten, Informationen und Unterhalt­sames (Spiele, Videos, Links etc.) auszutauschen. Jugendliche nutzen soziale Netzwerke vor al­lem, um in Kontakt mit anderen Nutzern zu treten, die sie aus ihrem echten Leben kennen, also aus der Schule, dem Sportverein oder aus dem Stadt- oder Ortsteil.


Im Zusammenhang mit den inhaltsbezogenen Kompetenzen erwerben die Schüler/-innen in die­ser Unterrichtseinheit auch die geforderten prozessbezogenen Kompetenzen (Analyse-, Urteils- und Handlungskompetenz).[1] So analysieren die Jugendlichen fiktive Facebook-Profile und erarbei­ten die Bedeutung und Unterschiede von Online- und Offline-Freundschaften (Analyse­kompetenz). Die Schüler/-innen bewerten die dargestellten Informationen in den fiktiven Facebook-Profilen und beurteilen, welche Informationen (bedenkenlos) veröffentlicht werden kön­nen und welche negativen Konsequenzen sich ergeben könnten. Gemeinsam wird erarbeitet, wer von den veröffentlichten Daten profitiert (Urteilskompetenz). In einem letzten Schritt wird überlegt, wie man seine persönlichen Daten schützen kann (Handlungskompetenz).

Autoren: Ralf Willius und Kathrin Beckhuis

 

[1]     Niedersächsischer Kultusminister 2008, S. 13 ff. (RS, HS)