NLM-Modellversuch zur Weiterentwicklung von DAB+

31.08.2016

 
Hannover. Im NLM-Modellversuch zur Weiterentwicklung von DAB+ liegen erste Ergebnisse vor. Sie zeigen, dass die heute eingesetzte Technik DAB+ keine störungsfreie Auseinanderschaltung von Gleichwellennetzen zulässt. Die gewünschte Lokalisierung der Programme soll durch eine technische Veränderung auf Senderseite realisiert werden. Mit der Entwicklung dieses modifizierten Senders startet nun die zweite Phase des Ende 2015 gestarteten Modellversuchs.
 

„Wichtig für uns ist, dass die heute im Markt befindlichen DAB+-Empfänger ohne Einschränkungen weiter verwendet werden können“, stellte Andreas Fischer, Direktor der NLM, fest. „Im Rahmen des Modellversuchs werden wir in einem Feldversuch überprüfen, ob dies durch die Modifikation des Senders gewährleistet wird.“

Der Modellversuch wird durch das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt und soll innovative Technologien erforschen, mit denen die beim UKW-Radio übliche Lokalisierungspraxis (z. B. für Nachrichten- und Werbefenster) in den digitalen Rundfunk DAB+ überführt werden kann. 

Die rechtliche Grundlage des Modellversuches bildet eine Verordnung der Niedersächsischen Staatskanzlei. Die wissenschaftliche Leitung erfolgt durch das Institut für Nachrichtentechnik (IfN) der TU Braunschweig, das auch bereits die entsprechenden Modellversuche zum digitalen Fernsehen (DVB-T und DVB-T2) begleitet hatte.
 

                                      NLM Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Uta Spies