Digitales Radio im UKW-Band Weltweit erste Aussendung mit dem System DRM+ in Hannover

 


Hannover. Im Rahmen eines Modellversuchs der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) zur Erprobung digitaler Hörfunkübertragung im lokalen Bereich wurde der weltweit erste DRM+ Sender in Hannover am 20. November 2007 in Betrieb genommen. DRM+ ist ein schmalbandiges digitales Hörfunkübertragungssystem, entwickelt von einem internationalen Konsortium. Der erste Sender wurde in der Leibniz Universität Hannover gebaut. DRM+ könnte zukünftig in Deutschland insbesondere für die Digitalisierung des lokalen und regionalen Hör-funks eingesetzt werden und den analogen UKW-Hörfunk schrittweise ablösen. Durch die Digitalisierung ist der Empfang von zusätzlichen Programmen in störungsfreier CD-Qualität im Haus und mobil möglich.

NLM-Direktor Reinhold Albert betonte, dass gerade digitale Übertragungsverfahren wie DRM+ einen wichtigen Stellenwert bei der Digitalisierung des lokalen Hörfunks haben. Diese Weltpremiere beweise außerdem die Technik-Kompetenz des Universitätsstandorts Hannover. „Wir sind stolz darauf, dass unter der technischen Leitung von Dipl. Ing. Albert Waal der weltweit erste Feldtest mit DRM+ in Hannover stattfindet“, so der Leiter des Instituts für Kommunikationstechnik, Prof. Dr. Thomas Kaiser. Die DRM+-Aussendungen dienen ausschließlich der technischen Erprobung dieses neuen Hörfunksystems und sollen wichtige Erkenntnisse für die Standardisierung liefern.

DRM steht für Digital Radio Mondiale, einem weltweiten Konsortium mit über 100 Mitgliedern wie z. B. Rundfunkanstalten, Industrie und Forschungseinrichtungen. Dieses Konsortium entwickelte ein System zur Verbreitung von digitalem Hörfunk über Lang-, Mittel- und Kurzwelle, welches nun auf den UKW-Bereich ausgeweitet wird.

Weitere Auskünfte erteilen:
Herr Detlef Pagel, Niedersächsische Landesmedienanstalt (0160 93329243 )
Herr Albert Waal, Leibniz Universität Hannover (0177 3953938)